Öffentlichkeitsarbeit

 

 

foto bericht 07.07.16

       Quelle: Leine-Nachrichten v. 07.07.2016

 

       Quelle: Calenberger Zeitung vom 30.06.2016lerchenfenster 30.06.16

 Ein Wohlfühlprogramm für die Lerche - Bericht als PDF

 

 

 

Calenberger Z. 05.11.2015 Junge Jäger solobericht

     Quelle: Calenberger Zeitung v. 05.11.2015

 

  

presse 01 calenberger Hubertus 02.11.2015

presse calenberger Hubertus 02.11.2015

       Quelle: Calenberger Zeitung v. 02.11.2015

 

Plakat Hubertus 2015 JS

 

 jaegerschaft hannover land mit der jaegerschaft auf den spuren der wildtiere
Quelle: Calenberger Zeitung + Deister Anzeige vom 22.05.2015 (>> PDF-Version)

 

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Deistertag 2015

Deistertag 2015 in Wennigsen

 


NABU und Jägerschaft Hannover-Land e.V. wandern in Ditterke

Gemeinsam durch die Feldmark wandern, diese Idee war vergangenen Winter in Gehrden entstanden. Gisela Wicke, die Vorsitzende des NABU Benthe / Gehrden und der Naturschutzbeauftragte der Jägerschaft Hannover- Land Hans- Jürgen Thiemann hatten sich im Ratskeller zusammengesetzt und den Ausflug beschlossen. "Dass Naturschutz und Jägerschaft zusammen gehören und sich ergänzen", sagte Gisela Wicke den rund 20 Teilnehmern bei der Begrüßung in der Feldmark von Ditterke. Hier hat der Verein Naturschutz Ditterke neben den intensiv genutzten Landschaftsflächen breite Hegebüsche angelegt.


Vertreter aller Gruppierungen waren der Einladung gefolgt. Unter ihnen auch die Ortsbürgermeisterin Heidi Rath, der Vorsitzende der Jägerschaft Hannover- Land Werner Burose und auch der stellvertretende Vorsitzende des Hegerings Kirchwehren Jakob Frhr. von Richthofen. Ziel war es die Wegraine, die neben der intensiv genutzten Agrarlandschaft näher zu  untersuchen. Diese oft nur schmalen Wegränder sind sehr wertvolle Biotope. Bis zu 1000 verschiedene Tierarten können hier vorkommen, hinzukommen eine vielfältige Struktur aus Gräsern, Stauden und kleinen Gebüschen. Das schafft  dort Nischen für diese große Artenvielfalt.


Der Naturschutzbeauftragte der Jägerschaft Hannover Land, Landwirt Hans- Jürgen Thiemann erklärte das Fehlen von Blüten, die so wichtig als Nahrung für Insekten seien. Die Blütenarmut sei ein Zeichen der intensiv genutzten Landschaft. "Grün und frische Luft reichen mir nicht", sagte der Ornithologe, NABU Mitglied und Jäger Thiemann. Landwirtschaft, Naturschutz und Jagd darf kein  Widerspruch sein. Gisela Wicke stellte auch das von der Europäischen Union mit Geldzuschüssen geförderte Blühstreifenprogramm vor. Damit sollen Landwirte gefördert werden, die Blühstreifen anlegen. Nach der Exkursion trafen sich die Wanderer auf dem Hof von Biolandwirt Jens Grastorf um bei Wildbratwürstchen und kühlen Getränken Zeit für einen Erfahrungsaustausch zu haben.


Foto/Text Axel Mewes 23.06.2014

 

01Vorsitzende Gisela Wicke vom NABU Benthe/Gehrden
Hans Jürgen Thiemann Naturschutzbeauftrager der Jägerschaft Hannover-Land e.V.
(rechts im Bild)


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Info-Mobil der Jäger   – Publikumsmagnet auf dem Rittergut in Eckerde

21. September 2013
Auf dem Rittergut der Familie Heimburg in Eckerde, fand der diesjährige Ernte- und Schautag des Heimatvereins Eckerde statt. Von der Trecker Parade bis zu Trachtengruppen und heimatlichen Chorgesängen, herrschte ein buntes Treiben vor der malerischen Kulisse des Rittergutes. Der Heimatverein will mit dieser Veranstaltung an die vergangenen Zeiten vom „Leben auf dem Land“ erinnern und die landwirtschaftliche Kultur dieser Region aufzeigen. Es gab viel zusehen an diesem Tag, allerdings ständiger Publikumsmagnet war das Info-Mobil der Jägerschaft Hannover-Land. Achim van Aalst - Koordinator des Info-Mobils, war laufend umlagert von Besuchern und Kindern. Geduldig beantwortete er die vielen Fragen zu den Präparaten und Ausstellungsteilen des Info-Mobils. „Das Interesse am Info-Mobil der Jägerschaft ist immer recht groß“ sagt Achim van Aalst, wenn wir Schulen, Kindergärten oder Veranstaltungen der Hegeringe mit dem Info-Mobil besuchen“. Hier können nicht nur Kinder die Natur hautnah erleben, sondern auch Erwachsene erfahren noch viel Interessantes über unser heimisches Wild.   

Text: Günter Monecke
Fotos: Axel Mewes

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Info-Mobil Koordinator Achim van Aalst beim „Keilertransport“   

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Es war immer gut besucht das Info-Mobil der Jägerschaft Hannover-Land e.V.

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Hegering Barsinghausen und Wennigsen sind beim erfolgreichen Deistertag 2013 dabei

Den Beginn der Wandersaison feierten die Anreinergemeinden  rund um den Deister mit Aktionen. Sonniges Frühlingswetter sorgte für reges  Interesse. Am Nordmannsturm in Barsinghausen war der Hegering Barsinghausen mit Infomobil und seinen Jagdhornbläsern vertreten, der   Hegering Wennigsen war  mit dem Info-Mobil der Jägerschaft Hannover- Land  am Steinkrug im Einsatz. Das   Bläserkorps Calenberg sorgte mit Jagdsignalen und  Jagdmärschen für die musikalische Unterhaltung und zog zusätzlich die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die gezeigten Wildtiere und anderen  Präparaten des Info-Mobils. Selbst ältere Besucher waren erstaunt den einen oder anderen „ Zuwanderer“ in unserer nahen Natur  zu entdecken.. Es war wieder eine gute Werbung für die Grünröcke.

28.04.2013

 

 

  

 

"100 Jahre Hegering Calenberg"
Jagd und Naturschutz zwischen Leine und Deister

 

Link zum Magazin

 

 

Das Infomobil der Jägerschaft Hannover-Land e.V.

„Der Natur auf der Spur“

Das Infomobil ist ein mit vielen Präparaten ausgestatteter PKW-Anhänger, der mit Liebe zum Detail und großem Engagement hergerichtet wurde, um öffentlichkeitswirksam auf unsere heimische Tierwelt aufmerksam zu machen. Das Fahrzeug wurde im Jahr 2010 von der Jägerschaft Hannover-Land e.V. mit eigenen Mitteln und durch Hilfe von Zuschüssen beschafft und ausgerüstet.

Die Einsätze des Infomobils in Schulen, Kindergärten oder bei anderen öffentlichen Veranstaltungen sind ein garantierter Erfolg. Durch die Vielseitigkeit der Ausstattung bleibt es immer spannend und wird nie langweilig. Gerade die Kinder nehmen gerne viele verschiedene, auch kleine, Anregungen und Aufgaben wahr und werden für ihre Aufmerksamkeit mit den angebotenen Broschüren und Stundenplänen „belohnt“ – die Freude ist dann immer groß.

Zur Ausstattung des Infomobils gehören neben den Präparaten unserer heimischen Wildtiere verschiedene Schaukästen mit Insekten in ihrem Lebensraum, Fühlkisten, Fellrätsel und Vieles mehr. Der absolute Höhepunkt für die Kinder ist fast immer die lebensgroße Präparation vom Wildschwein „Bruno“. Eine Lautsprecheranlage sowie ein DVD-Player mit Flachbildschirm runden die Vielseitigkeit der Ausstattung ab.

Wer kann das Infomobil buchen?

Das Infomobil kann für Schulen, Kindergärten, Hoffeste, u. ä. gebucht werden. Der Einsatz ist kostenfrei.

Wo kann man das Infomobil buchen?

Ansprechpartner sind die jeweiligen Hegeringleiter der Jägerschaft Hannover-Land e.V. Die Namen finden Sie auf dieser Homepage unter „Hegeringe + Ansprechpartner“. Alternativ können Sie auch per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eine Nachricht senden.



 
 


 

Die Stangen junger Hirsche sind schwerer geworden
Zackelschau: Rotwildring Großer Deister informiert über Bestand

Zahlreiche Jäger, Naturfreunde und neugierige Spaziergänger haben sich am 15.6.2008 bei der Zackelschau des Rotwildringes Großer Deister am Toppiusplatz in der Wennigser Mark über den bestand der Hirsche informiert. Geschäftsführer Frank Nüsser und Herbert Müsch von der Bewertungskommission zogen anhand der im süddeutschen Raum als Zackel bezeichneten Abwurfstangen der Tiere Rückschlüsse auf die derzeitige Qualität des Rotwildbestandes im Deister. "Es handelt sich bei den ausgelegten Stücken um Gehörne, die Hirsche einmal im Jahr abwerfen, um dem nachwachsenden Geweih Platz zu machen", erläuterte Müsch angesichts vieler Laien im Publikum.

In der Hegegemeinschaft, zu der 31 Reviere auf einer Fläche von rund 13 000 Hektar im Großen Deister gehören, waren die Jäger mit dem Ergebnis zufrieden: "Die Stangen sind in den vergangenen Jahren stärker und schwerer geworden", berichtete Müsch. Das bestätigte auch Nüsser: "Die Gehörne sind länger und wesentlich robuster", sagte er. Das bedeute, dass sich die Konstitution der jungen Hirsche bis zu einem Alter von vier Jahren verbessert habe. Nüsser schätzte den Frühjahrsbestand auf insgesamt 120 Stück Rotwild. Nach Meinung der Experten hält sich ein Großteil der Tiere vor allem im südlichen Deister auf.

Präsentieren die Gehörne:

Geschäftsführer Frank Nüsser (großes Bild, rechts) und Herbert Müsch bewerten die Fundstücke. Passende Signale (kleines Bild): Das Jagdbläserkorps spielt auf.

Für die passende Stimmung unter den Besuchern sorgte während der Zackelschau das Jagdhornbläserkorps Calenberg mit verschiedenen Jagdsignalen. (Bericht von Ingo Rodriguez)

Quelle: Calenberger Zeitung vom 16.6.2008

 

Die Jäger Walter Dehn und Axel Mewes berichten von Wildtieren

Naturkundeunterricht der besonderen Art erleben die Kinder aus der Grundschule am Castrum am Gehrdener Berg. Sie haben Projektwoche, und bis einschließlich heute begeben sich die Jungen und Mädchen auf die Spur von Fuchs und Dachs.

Fachliche Erläuterungen erhalten die Grundschüler von Walter Dehn und Axel Mewes aus Gehrden. Die Jäger führen die Kinder zu dem Dachsbau auf dem Gehrdener Berg und erläutern ihnen, wo und wie die heimischen Wildtiere leben und wovon sie sich ernähren. Den Kontakt zu den Jägern hat Lehrerin Nina von Zimmermann geknüpft.

Mewes hat sogar einen ausgestopften Dachs und etliche Fuchsfelle mitgebracht, denn ein lebendiges Tier werden die Kinder kaum zu Gesicht bekommen. "Der Dachs schläft in seinem Bau", sagt der Jäger.

 

 

 So fühlt sich ein Dachs an:
Die Grundschüler schauen sich ein ausgestopftes Tier an.

 

 

Die Schüler staunen, als Mewes berichtet, dass sich der Dachs den Bau mit einem Fuchs teilt. "Die beiden stören sich nicht", sagt der Jäger. Er berichtet den staunenden Kindern, dass der Dachs ein Faulpelz sei. "Wenn er mal muss, dann geht er nicht weit, sondern macht sein Geschäft vor seinem Bau", sagt Mewes.

Die Mehrzahl der Kinder hört aufmerksam zu, als ihnen der Gehrdener berichtet, dass der Dachs ein so genanntes Stinkloch hat. So wird die Analdrüse des Wildtieres bezeichnet. Daraus sondert der Dachs ein Sekret ab, mit dem er sein Revier markiert.

Einige Grundschüler finden den Bau son interessant, dass sie am liebsten hineinkriechen würden, um sich die Behausung von Fuchs und Dachs von innen anzuschauen. "Das lasst lieber sein. Die Tiere soll man nicht stören", sagt Mewes. (von Kerstin Siegmund)

Quelle: Calenberger Zeitung vom 12.7.2007

 

Rotwildring mit Gesamtbestand zufrieden - Tiere wechseln zurtück auf die Nordseite.

Immer mehr Rotwild streift jetzt wieder auf der Norseite des Deisters durch den Wald, nachdem die Tiere in den vergangenen Jahren zumeist auf der Südseite zu finden waren. Mittlerweile verteilt sich der Rotwildbestand wieder annähernd gleichmäßig.

Mit dem Gesamtbestand und der Qualität der Tire istb der Rotwildring Großer Deister sehr zufrieden. Geschäftsführer Frank Nüsser geht von 160 Stück Rotwild im gesamten Deister aus. "Allerdings fehlen uns die alten Hirsche ab dem zwölften Lebensjahr", erläuterte Nüsser gestern während der Zackelschau auf dem Toppiusplatz.

Bei dieser Zackelschau werden die abgeworfenen Hirschgeweihe eines Jahres vom Rotwild begutachtet. Diese Abwurfstangen, im süddeutschen Raum als Zackel bezeichnet, geben deutliche Hinweise auf die Qualität des Rotwildbestandes.

Während die Anzahl älterer Hirsche immer noch recht niedrig sei, verfüge der Deister über einen deutlich größeren Bestand in der mittleren Altersklasse von fünf bis zehn Jahren. Für Aufsehen sorgte bei der Zackelschau unter anderem die Abwurfstange eines fünfjährigen Zwölfenders, die im März bei Eimbeckhausen gefunden worden war. "Eine ganz ungewöhnliche Stangenausbildung mit einer geteilten Krone", befand Experte Wilhelm Wellner von der Bewertungskommission.

Verstärkt hält sich das Rotwild jetzt auch wieder auf der nördlichen Seite des Deisters auf. Laut Nüsser sei ein deutliches Rotwild-Vorkommen zum Beispiel bei Hohenbostel und auch im Klosterforst festgestellt worden.

"Zuletzt hat sich das Rotwild zu 90 Prozent auf der Südseite aufgehalten", sagte Nüsser. Vermutlich seien die Tiere von vielen Spaziergängern und Mountainbikefahrern vertrieben worden.

Vor zwei Jahren habe die Staatsforst begonnen, im Norddeister vier Wildruhezonen mit einer Fläche von jeweils 100 Hektar einzurichten. "Diese Maßnahme trägt Früchte", sagte Nüsser. (von Frank Hermann)

Quelle: Calenberger Zeitung vom 9.7.2007

 

Rotwildring zieht positive Bilanz

Der Abschussplan war bereits im November erfüllt - viel Fallwild bei Verkehrsunfällen

Die Jäger des Rotwildringes Großer Deister haben bei ihrer Hegeschau eine positive Jahresbilanz gezogen. Fast 100 Jäger aus den 32 Revieren des Rotwildrings, die sich über den gesamten Deister und drei Landkreise erstrecken, waren in die Pinkenburg gekommen, um sich die ausgestellten Geweihe anzusehen.

"Wir hatten unseren Abschussplan bereits im November und damit sehr früh erfüllt", berichtete der Vorsitzende des Rotwildrings Ralf Schickhaus. Auffällig sei im vergangenen Jagdjahr die durch die Brunft und Verkehrsunfälle hohe Anzahl von Fallwild gewesen.

Von den Jägern wurden in der vergangenen Saison 13 Hirsche, 4 Hirschkälber und 15 weibliche Tiere erlegt. Schickhaus zog ein positives Fazit: "Das Ziel, den Rotwildbestand zu erhalten, zu pflegen und zu entwickeln, wurden damit erfüllt". Im Juli werde der Bestand im Deister Zählungen und Schätzungen zufolge bei 154 Stück liegen. (von Ingo Rodriguez)








Trophäenschau: Ralf Schickhaus und
Herbert Müsch präsentieren die Geweihe
von zwei erlegten Hirschen



 

Quelle: Calenberger Zeitung vom 20.4.2007

 

Erst abends werden sie munter
Feldhasen lassen sich wieder überall beobachten.
 

In Niedersachsen haben Osterspaziergänger in diesem Jahr gute Chancen, die flinken Tiere auf Feldern und Wiesen zu beobachten - vorausgesetzt, sie machen sich frühmorgens oder abends in der Dämmerung auf den Weg. Rund 650 000 Langohren haben Jäger und Wissenschaftler nach dem hasenfreundlichen warmen Winter zuletzt in den Revieren gezählt - und fürs Erste Entwarnung für die einst stark vom Aussterben bedrohte Art gegeben.

Detlev und Andrea Kraatz suchen vom Geländewagen aus mit Fernglas und Scheinwerfer. "Die Hasen stört dieses Licht nicht, und wir können sie so an ihren reflektierenden, seitlich am Kopf stehenden Augen erkennen", sagt Detlev Kraatz, der Sprecher der Landesjägerschaft ist, und mit seiner Frau ein Revier in Barsinghausen-Leveste, westlich von Hannover betreut.

Mehrmals im Jahr werfen die Häsinnen zwei bis vier Junge - seine Fruchtbarkeit hat den Hasen zum Ostersymbol gemacht. Da der Nachwuchs fast die ganze Zeit in überirdischen Mulden auf sich allein gestellt ist, halten viele Menschen die Kleinen für Waisen. "Häufig werden die Tiere zu Unrecht aufgesammelt", erzählt Bärbel Rogoschik vom Artenschutzzentrum des Naturschutzbundes in Leiferde bei Gifhorn. Spaziergänger sollten Anfassen vermeiden, weil die Mutter die Jungen sonst verstoße.

 

Detlev und Andrea Kraatz suchen die Äcker mit Fernglas und Scheinwerfer ab.

Das geschieht auch, wenn nicht angeleinte Hunde die Tiere austöbern.

Bundesweit ist die Zahl der Hasen in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Niedersachsen liegt nach Nordrhein-Westfalen weit vorn. "Im Nordwesten  des Landes gibt es die meisten Hasen, viele aber auch im Bereich Peine und Hannover", berichtet Wildtierforscher Egbert Strauß, der die Zählung an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover wissenschaftlich begleitet.(von Gabriele Schulte)

Quelle: Hannoversche-Allgemeine-Zeitung vom 7.4.2007

 

Wie viel Rotwild lebt im Deister?
Hegegemeinschaft zählt Bestand in 32 Revieren – Wildschongebiete als Rückzugszonen

Von Jennifer Böhme

Die Hegeringgemeinschaft Rotwildring Großer Deister will das Rotwild im Deister erhalten. In den 32 Revieren wurde jetzt der Bestand gezählt. Das Rotwild ist die größte noch frei lebende so genannte Schalenwildtierart in Deutschland.

Wennigsen. Mit elf Leuten war Ralf Schickhaus, Vorsitzender des Rotwildringes und forstlicher Betriebsleiter der Freiherr Knigge`-schen Miteigentümerschaft, am Freitagabend in der Knigge`-schen Forst unterwegs. Mit dabei war auch Luke Schwarze (6), der mit seinem Vater vom Hochsitz aus den Wald beobachtete.

Gesehen hat er aber nur Rehe. "Rotwild reagiert empfindlich auf Störungen durch Menschen", sagt Schickhaus. Die Tiere können exzelent riechen, gut hören und weit sehen. Der Freitagabend war ruhig. Nur vier Stücke Rotwild wurden im Revier der Freiherr Knigge`-schen Miteigentümerschaft gezählt – ein Hirsch und ein weibliches Tier mit seinen Kälbern.

"Wir haben weniger gesehen, als da ist."Schickhaus vermutet, dass sich das Rotwild schon in die Brunftgebiete zurückgezogen hat. Paarungszeit ist im September und Oktober. Außerdem fängt die Pilzsaison an. Und Pilze sammelnde Menschen bringen Unruhe in den Wald.

Der Deister ist etwa 10.000 Hektar groß mit Flächen in der Region Hannover und den Landkreisen Hameln und Schaumburg. Die Knigge`-sche Forst umfasst 1250 Hektar, also nicht ganz ein Achtel des Deister-Areals. Vor einem Jahr wurden etwa 120 Stück Rotwild im gesamten Deister gezählt. Noch liegen die Meldungen von der Zählung am Freitagabend aus den anderen Revieren nicht vor.Frank Nüsser, Geschäftsführer des Rotwildrings, will in dieser Woche die Ergebnisse zusammentragen.

Schickhaus rechnet aber mit ähnlichen Zahlen wie in 2005. Gesicherte Informationen über den Bestand, die Geschlechter- und Altersverhältnisse sind wichtig, um Tendenzen zu erkennen – "und dann gegebenenfalls reagieren zu können", sagt Schickhaus. Sollte die Population gefährdet sein, könnte der Lebensraum der Tiere entsprechend gestaltet werden.

Weitere Schongebiete, in die sich die Tiere zurückziehen können, wären denkbar.

In Wennigsen gibt es bereits Wildschongebiete. Im Bereich des Forstamtes Saupark sogar Ruhezonen, die nicht betreten werden dürfen.

Quelle: Calenberger Zeitung vom 21.8.2006

 

 

Felder werden zu blühenden Wiesen
Jäger gestalten brach liegende Ackerflächen mit Saatgutmischungen und schaffen wieder Lebensraum für Tiere

Von Anja Kristina Crune

Die Felder sind gemäht, die Ernte ist eingefahren. Häufig wird jedoch übersehen, dass nach dem Einbringen des Getreides Die Felder sind gemauch ganze Lebensräume für Tiere in den Feldern verschwunden sind.

Barsinghausen. "Die Wildtiere, die sonst zwischen dem Getreide hausen, müssen sich von einem auf den anderen Tag einen neuen Platz zum Leben suchen," erläutert Norbert Lichey vomHegering Barsinghausen. Mit reichlich Kraut soll nun Abhilfe geschaffen werden. In Goltern und an der Noltenburg bei Hohenbostel sind vier Felder in Wildäcker umgewandelt worden. Hasen, Kaninchen, Fasanen und anderen Feld- und Waldbewohnern dienen sie nun als neuer Lebensraum und Futterquelle.

Nach EU Richtlinien muss jeder Landwirt sieben Prozent seiner Felder stilllegen. "Er kann sich aussuchen, ob er darauf nachwachsende Rohstoffe anbaut oder einen Teil als Wildäcker zur Verfügung stellt", sagt der Vorsitzende des Landvolkbezirks Barsinghausen, Heinrich Blume. Manche Jäger organisierten die Flächen für die Wildäcker selbst, einige seien als Landwirte tätig.

Die ehemaligen Felder lassen sich regelrecht zu Wildäckern gestalten: "Es gibt verschiedene Saatgutmischungen, die speziell zu diesem Zweck hergestellt werden. Wir Jäger fühlen uns für die Tiere in unseren Revieren verantwortlich. Deshalb gibt dieJägerschaft Hannover-Land Zuschüsse für den Kauf der Saatgutmischungen", erläutert Lichey, der selbst zwei Wildäcker angelegt hat.

Je nach Lage und der Tierarten, die sie nutzen, gibt es unterschiedliche Zusammenstellungen: Sonnenblumen, Gelbsenf, Büschelschön, Malven, Kohl und Klee sind nur einige Beispiele für Pflanzen auf den blühenden Ackerwiesen.

Nähere Erläuterungen zur Flora und Fauna der Äcker können Spaziergänger auch den Infotafeln entnehmen, die am Rande der Flächen aufgestellt worden sind.

"Nicht schön ist allerdings, wenn die Wiesen betreten oder sogar Blumen gepflückt werden", merkt Lichey kritisch an. Dabei würden Tiere gestört und ihres Futters beraubt. "Außerdem", sagt Lichey schmunzelnd, "wer will schon Auge in Auge einem Wildschwein gegenüber stehen?"

Quelle: Calenberger Zeitung vom 19.8.2006