Jagdhundewesen

Ausbildung und Arbeit mit dem Jagdhund

Im Nieders. Jagdgesetz ist festgelegt, dass bei jeder Such-, Drück- oder Treibjagd sowie bei der Jagd auf Federwild ein brauchbarer und geprüfter Jagdhund mitgeführt werden muss. Den Nachweis, dass ein Hund geeignet für die Jagd ist, hat dieser in entsprechenden Prüfungen zu erbringen. Dabei kann jeder Hund, der dem Phänotyp (Erscheinungsbild) eines Jagdhundes entspricht, zu der Brauchbarkeitsprüfung und weiteren speziellen Prüfungen zugelassen werden.

Die Ausbildung und Vorbereitung zur Prüfung von Jagdhunden wird in der Jägerschaft Hannover-Land durchgeführt von:

Obfrau für das Jagdhundewesen




Petra Liebing
Mobil: 0171/7834159
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Termine Berichte / Fotos

 

 

 Link zur Broschüre
"Jagdhundewesen in Niedersachsen"

 

Nachsuche

Wird ein Stück Wild vom Schützen nicht am oder in geringer Entfernung vom Anschussort aufgefunden, kann eine Nachsuche erforderlich werden. Das Nieders. Jagdgesetz schreibt vor, dass in diesem Fall für die Nachsuche auf krank geschossenes Wild ein ausgebildeter Jagdhund (Schweißhund) zur Verfügung stehen muss.


Haltung von Hunden

Ein Jagdhund, der je nach Rasse, Pflege und Haltung bis zu 18 Jahre alt werden kann, braucht viel Bewegung im Freien, ständigen Kontakt zu seinen Bezugspersonen und dem seiner Rasse entsprechenden Einsatz bei der Jagd und im Revier. Das bedeutet, dass man sich jeden Tag intensiv um den Hund kümmern muss.

Bildet man einen Welpen selbst zum Jagdhund aus, so erfordert dies darüber hinaus viel Mühe und Zeit.

In einem Zwinger sollte man einen Jagdhund möglichst nicht ständig halten, dies steht seinen Lebensbedürfnissen als soziales Wesen entgegen. Gegen eine vorübergehende Haltung in einem Zwinger ist jedoch nichts einzuwenden, wenn die Anforderungen der Tierschutz-Hundeverordnung eingehalten werden.

Auch der finanzielle Aspekt muss bei der Anschaffung eines Jagdhundes berücksichtigt werden. Für den Kauf eines Jagdhundes muss je nach Rasse  ein Betrag zwischen 400 und 2000 € aufgebracht werden. Der Hund benötigt Futter, Ausrüstung und Gesundheitsvorsorge; er kostet Hundesteuer und Haftpflichtversicherung. Für die laufenden Kosten müssen daher ca. 50 € im Monat angesetzt werden.

Vor der Anschaffung eines Jagdhundes sollte sich daher jeder gut überlegen, ob sich die Hundehaltung mit den eigenen beruflichen und privaten Interessen vereinbaren lässt.

Weitere Informationen zu diesem Thema und zu den einzelnen Rasseverbänden finden Sie auf der rechten Seite unter Downloads und Links.


Abkürzungen für den Hundemarkt

Abkürzung Bedeutung
A-Sgr. Ausstellungssieger
AZP Alterszuchtprüfung
AT Ahnentafel
Btr. Bringetreue-Prüfung am Fuchs
D Derby
FS Feldsuche
g gut
gen genügend
gew geworfen, gewölft
GS Gebrauchssieger
GP Gebrauchsprüfung
G.Sg Gebrauchssieger
HZP Herbstzuchtprüfung
HN Härtenachweis
IKP Intern. Kurzhaar-Prüfung
JEP Jagdeignungsprüfung
JZ Jugendzuchtprüfung
JGP/R Jagdgebrauchsprüfung
j aus jagdlicher Zucht
JP Jugendprüfung
JGHV Jagdbebrauchshundverband
KS Kurzhaarsieger
LL Leistungsliste
LZ Leistungszucht
m mangelhaft
PO Prüfungsordnung
Sw I Verbands-Schweißprüfung auf der über 20 Std. alten Fährte mit 1. Preis bestand
Sw II Verbands-Schweißprüfung, auf der über 20 Std. alten Fährte mit 2. Preis bestand
Sw III Verbands-Schweißprüfung, auf der über 40 Std. alten Fährte mit 3. Preis bestand
sg Sehr gut
sg/v Beurteilung auf Form und Haarwert, Formwertnote: sehr gut, Haarwertnote: vorzüglich
S Solms (Herbstzuchtprüfung des DK-Verbandes)
SchwhN Schweißfährte auf natürlicher Wundfährte
Tvb Totverbeller
VJP Verbands-Jugendprüfung
VJP 67 P Verbands-Jugendprüfung, mit 67 Pkt. bestanden
VGP I Verbands-Gebrauchsprüfung
VGP I VGP mit 1. Preis bestand
VSwP Verbands-Schweißprüfung
Vbr Verlorenbringer auf natürlicher Wundspur (Hase oder Fuchs)
VZPO Verbands-Zuchtprüfungsordnung(en)
VGPO Verbands-Gebrauchsprüfungsordnung
VHZP Vereins-Herbstzuchtprüfung
WT Wurftag
wdl waidlaut
WP Wasserprüfung
ZPO Zuchtprüfungsordnung



Aktuelles zum Thema Hund
Hundeerziehung – vorerst keine Elektroreizgeräte

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat bei der Revision eines Urteils vom OVG Münster für Recht erkannt, dass die Verwendung von Elektroreizgeräten für Zwecke der Hundeausbildung gegen § 3 Nr. 11 Tierschutzgesetz verstößt und somit verboten ist. § 3 Nr. 11 verbietet die Verwendung von Geräten, die durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten von Tieren einschränken und dabei nicht unerhebliche Schmerzen , Leiden oder Schäden zufügen. Dabei ist unerheblich, ob im konkreten Fall die Folgen tatsächlich eintreten. Von einem generellen Verbot der Verwendung von Elektroreizgeräten gibt es nur in enem sehr engen Rahmen Ausnahmen aufgrund einer Rechtsverordnung. Eine derartige VO existiert zurzeit weder auf Bundes- noch auf Landesebene.

Aus Gründen der Fürsorge weist die Landesjägerschaft Niedersachsen alle Jäger darauf hin, Elektroreizgeräte vorerst nicht zu nutzen. Bei einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Verstoßes gegen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes wird der Jagdschein entzogen.  (Quelle: Nieders. Jäger 11/2006)