Erfolgreich zum Jagdschein!

Jäger werden…!

Mit dem bestehen der Jägerprüfung und mit dem ersten gelösten Jahresjagdschein in der Tasche, beginnt nicht einfach ein neues „Hobby“! Die Jagd ist vielmehr eine Lebenseinstellung, die das tagtägliche Handeln und Denken beeinflusst. Ein Jäger nimmt die Natur mit ganz anderen Augen wahr und sieht Details, die von vielen Menschen unbemerkt bleiben.

Es gibt wohl kaum ein gesünderes Fleisch, das mit besserem Gewissen gegessen werden kann, als das selbst erlegter Wildtiere. Die Beweggründe des Einzelnen, die Jägerprüfung  abzulegen, mögen unterschiedlich sein, aber alle vereint die Liebe zu Natur und Tieren.

Die Jagd ist ein verantwortungsvolles Handwerk, das die Nutzung von Wildtieren erlaubt. Damit einher geht die Verantwortung für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft zu übernehmen sowie heimische Wildtierbestände und ihre Lebensräume zu erhalten und zu fördern. Jägerinnen und Jäger haben zudem den gesetzlichen Auftrag, Wildschäden in Wald und Feld zu minimieren und bei der Prävention von Tierseuchen mitzuhelfen.

Die DJV Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“ ist ein Leitfaden für alle jagdinteressierten Menschen. Sie bietet einen Überblick über theoretische und praktische Themen der Jagdausbildung und gibt Tipps für Jungjägerinnen und Jungjäger.

Der Weg zum Jagdschein

Die Jägerprüfung wird in Niedersachsen nach der Jäger- und Falknerprüfungsordnung durchgeführt. Die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang ist nicht zwingend vorgeschrieben, wird jedoch vom Gesetzgeber sehr empfohlen. Die Prüfung besteht aus drei Prüfungsabschnitten:

  1. Jagdliches Schießen
  2. Schriftliche Prüfung
  3. Mündlich- praktische Prüfung

Dazu werden theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten in den folgenden Fachgebieten geprüft:

  • Wildtierkunde,
  • Jagdwaffen,
  • Naturschutz,
  • Hege,
  • Jagdbetrieb,
  • Behandlung erlegten Wildes,
  • Wildkrankheiten,
  • Jagdhundewesen,
  • Jagdliches Brauchtum,
  • Recht und verwandtes Recht
  • Sicherheitsvorschriften

Die Jägerprüfung zählt zu den anspruchsvollen Prüfungen. Mit dem Bestehen dieser staatlichen Prüfung erhält der Jungjäger den Jägerbrief. Erst mit dem Jägerbrief in der Hand, kann dann der Jungjäger seinen ersten Jahresjagdschein bei der unteren Jagdbehörde (bei uns die Region Hannover) beantragen.

Gliederung des Vorbereitungslehrgangs

Waffen- und Schießausbildung

Von September bis November erfolgt der theoretische Unterricht der Waffenausbildung. Parallel dazu die praktische Unterweisung an Lang- und Kurzwaffen sowie das Training im Büchsen- und Flintenschießen, auf dem Schiessstand in Schneeren.

Der Schrotschuss – das unbekannte Wesen!

Das Erlernen des Büchsen- und Flintenschießen ist für viele Teilnehmer eines Jungjägerlehrgangs eine Herausforderung. Es kommt beim Trainingsschießen zu Erfolgserlebnissen, aber dann auch wieder zu deprimierenden kleinen Niederlagen. Druck und Stress baut sich dabei bei manchem auf, weil es auf Anhieb nicht immer so klappt. Dazu kommt dann auch noch die große Frage: „Schaffe ich das Schießen überhaupt – neben den anderen beiden Teilen der Jägerprüfung?“

Um den „Druck“ bei den Teilnehmern zu verringern, erfolgt bei der Jägerschaft Hannover-Land e.V. direkt nach der praktischen Schießausbildung im Anschluss gleich die Schießprüfung. Das hat den enormen Vorteil, dass die Teilnehmer mit bestandener Schießprüfung, den ersten Teil der Jägerprüfung schon hinter sich haben und sich nun voll auf den Rest des Lehrstoffs konzentrieren können.

Unsere bewährte Variante!

Die Prüfung im Büchsen- und Flintenschießen erfolgt bei der Jägerschaft Hannover-Land e.V. direkt nach der Waffen- und Schießausbildung und  nicht erst gegen Ende des gesamten Vorbereitungslehrgangs!

„Wildtierkunde“   Eine Frage könnte lauten:  „Wann ist die Ranzzeit beim Fuchs?“

„Jagdliches Brauchtum“   Erkennen von Jagdsignalen

„Naturschutz“  u.a. Erkennen von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen

„Jagdbetrieb“ Nach dem Schuss kommt die „Rote Arbeit“
Aufbrechen –  Behandlung von erlegtem Wild  – Hygieneschulung

„Jagdhundewesen und Jagdbetrieb“

„Jagdhundewesen und Jagdbetrieb“

Praktischer Teil:  „Waffenkunde“  Handhabung und Umgang mit Jagdwaffen