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Wildunfall: So verhalten Sie sich richtig

Wildunfälle machen etwa fünf Prozent aller Straßenverkehrsunfälle aus. Jedes Jahr meldet das Statistische Bundesamt mehr als 200.000 Wildunfälle, bei denen rund 2500 Menschen zu Schaden kommen. 10 bis 20 verunglücken dabei tödlich. Nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) kommt jedes Jahr mehr als eine Million Wildtiere bei Unfällen ums Leben. Die meisten Kollisionen gibt es mit Rehwild. Unfälle mit Wildschweinen nehmen laut DJV jedoch weiter stark zu.

Kollisionen passieren dabei nicht nur mit Pkw und Lkw, auch Motorradfahrer sind betroffen. Naturgemäß sind sie schlechter geschützt als Autofahrer. Umso wichtiger ist es, defensiv und vorausschauend zu fahren. Grundsätzlich gelten für Motorradfahrer die gleichen Verhaltensregeln wie für Pkw-Fahrer.

Erhöhte Wachsamkeit

Besonders häufig quert Wild in Waldabschnitten und an Feldrändern die Straßen. Hier sollten Sie zwischen 17 Uhr abends und 8 Uhr morgens vorsichtig unterwegs sein, denn in dieser Zeit sind die Tiere auf Nahrungssuche. Wichtig: Fuß vom Gas und immer bremsbereit sein!

Wildtiere können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen und warten nicht am Fahrbahnrand, bis Sie vorbeigefahren sind. Auch, wenn das Tier Sie sieht, kann es trotzdem unmittelbar vor Ihrem Auto auf die Straße springen. 

Bei einem Zusammenstoß

Wenn Sie ein Tier am Straßenrand sehen, müssen Sie deutlich langsamer werden oder sogar ganz abbremsen. Schalten Sie das Fernlicht aus, um das Tier nicht zu blenden – dadurch bleibt es nämlich stehen. Hupen Sie zusätzlich, das verscheucht das Wild in den meisten Fällen ganz. Achtung: Wildtiere sind meist nicht allein unterwegs. Einem Tier können weitere folgen.

Wenn Sie das Tier zu spät sehen, ist ein Zusammenstoß oft nicht zu vermeiden.
Bremsen Sie dann möglichst stark ab und weichen Sie niemals unkontrolliert aus!

  • Halten Sie das Lenkrad gut fest.
  • Schalten Sie nach einem Zusammenstoß die Warnblinkanlage ein und sichern Sie die Unfallställe ab. Ganz wichtig: Bewahren Sie Ruhe!
  • Informieren Sie die Polizei unter der Rufnummer 110 und geben Sie Ihre Koordinaten durch. Auf dem Smartphone oder Navigationsgerät können Sie die genauen Koordinaten ablesen. In vielen Bundesländern muss bei einem Wildunfall zusätzlich noch ein Jäger informiert werden.
  • Lassen Sie das angefahrene Tier liegen und fassen Sie es nicht an. Wildschweine beispielsweise können sehr aggressiv werden, wenn sie verletzt sind.
  • Warten Sie am Unfallort, bis Polizei oder Jäger da sind.

 

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Quelle: Text und Fotos ADAC

 

 

 

                         

hegermarkt flyer 2017

 

Erfolgreicher 8. Langenhagener Hegermarkt 2017

Alles war bestens organisiert - leckere "Wild-Spezialitäten" - Klasse Wetter - volles Haus - Besucher mehr als zufrieden - eine perfekte Veranstaltung. 

 

heger1 Hirschgulasch mit Spätzle war der Renner

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heger5 infomobilDas Infomobil der Jägerschaft war ständig umlagert

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 Nistkästen zusamenbauen beim Infomobil war der Renner bei den "Kleinsten".

 



 

 

 

DBV und DJV rufen zu verstärkter Wildschweinjagd auf

Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt, bedroht sind Haus- und Wildschweine. Das Ansteckungsrisiko im Seuchenfall lässt sich bereits jetzt durch effektive Jagd senken. Die anstehende Maisernte bietet eine gute Möglichkeit dazu.

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Um eine Bejagung zu ermöglichen, sollten Landwirte Bejagungsschneisen einhächseln. (Quelle: MRoss/DJV)

Ab Mitte September beginnt die Maisernte: Für Jäger eine gute Möglichkeit, die Schwarzwildbestände in der Feldflur und somit im Seuchenfall das Ansteckungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu reduzieren. Denn Wildschweine lieben Mais und verbringen ab August viel Zeit in den Feldern. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen. Die ASP-Ausbreitung findet derzeit hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel statt. Auch infizierte Wild- und Hausschweine übertragen das Virus. Über Tschechien ist die Tierseuche inzwischen bis auf 300 Kilometer an Deutschland herangerückt. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinpest ungefährlich.

Für eine erfolgreiche Bejagung sollten sich Jäger und Landwirte frühzeitig über Erntezeiten abstimmen, um Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können, raten DBV und DJV. Bereits jetzt, zur Milchreife des Maises, sollten Landwirte Bejagungsschneisen einhächseln, um eine Bejagung überhaupt erst zu ermöglichen. Effektiver ist das Anlegen von Bejagungsschneisen schon während des Einsäens im Frühjahr. So wird eine Jagd über mehrere Monate hinweg möglich - das sorgt auch für weniger Wildschäden.

Jäger und Landwirte sind aufgerufen, ungeklärte Todesfälle bei Wildschweinen unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt zu melden, da das Virus hochansteckend und für Schweine immer tödlich ist. DBV und DJV fordern aufgrund der aktuellen Situation Bund und Länder auf, eine effektive und flächendeckende Schwarzwildbejagung in Deutschland sicherzustellen. Dazu gehört insbesondere, die Jagdruhe in Schutzgebieten aufzuheben. Zudem sollten Behörden bundesweit dem Vorbild einiger Bundesländer und Kommunen folgen und künftig keine Gebühren mehr für die Trichinenuntersuchung von Frischlingen erheben.

Symptome für die Afrikanische Schweinepest - Hinweise des Friedrich-Loeffler-Instituts

Bei Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche.

Beim Aufbrechen der Stücke sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt.

Quelle: DJV

 

 

 

 

Die Afrikanische Schweinepest

Russland, Polen - nächste Station Deutschland?

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Wild- und Hausschweine befällt. Sie endet in der Regel tödlich. Noch schlimmer sind die Folgen in großen Mastbeständen - damit sich die Schweinepest nicht ausbreitet werden hier alle Tiere getötet. Was können Veterinäre, Jäger und Landwirte tun, um einen Ausbruch der Seuche zu verhindern?

 

Von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ist ein ca. 3 Minuten Video mit dem Titel  "Die Afrikanische Schweinepest" zu dem Thema bereitgestellt worden.  

 

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Tschechien

 

Verschärfte Maßnahmen

gegen Afrikanische Schweinepest

 

Die Behörden in Tschechien haben mit dem Bau eines kilometerlangen Elektrozauns begonnen, um die weitere Ausbreitung der hochansteckenden Afrikanischen Schweinepest unter Wildschweinen zu verhindern. Außerdem wird das Infektionsgebiet für Menschen zur Sperrzone.

In dem 50 Quadratkilometer großen Infektionsgebiet um die östliche Stadt Zlin in Tschechien dürfen Wald und Felder nicht mehr von Menschen betreten werden. Ausnahmen gelten nur für bestimmte Gruppen wie Förster und Landwirte. Rund 350 Schilder sollen auf das neue Verbot aufmerksam machen. Das teilte das Präsident der Verwaltungsregion Zlin, Jiri Cunek, am Dienstag mit. Die Polizei werde die Einhaltung der Anordnung überwachen.

Zusätzlich installierten die Behörden einen Zaun: Der rund 70 Zentimeter hohe, elektrische Weidezaun verwendet eine Spannung von 10.000 Volt, die aber nur für den Bruchteil einer Sekunde abgegeben wird. Mit dem Zaun soll verhindert werden, dass infizierte Tiere das 40 Quadratkilometer große Ansteckungsgebiet verlassen und die Krankheit weitergeben.

Eingesetzt werden auch sogenannte Vergrämungsmittel - übelriechende chemische Duftstoffe. Regionspräsident Jiri Cunek machte sich in einem Hubschrauber ein Bild von der Lage.

 

erkranktes Wildschwein

An der afrikanischen Schweinepest (ASP) erkranktes Wildschwein (Quelle: FLI)

 

Die Landwirte wurden angewiesen, auf einer Fläche von 115 Hektar die Ernte nicht einzufahren. Die Wildschweine sollen genug Nahrung vorfinden, damit sie nicht weiterwandern. In den umliegenden Regionen wird vermehrt auf die Wald- und Feldbewohner Jagd gemacht. Seit Mitte Juli wurden nach Angaben der staatlichen Veterinärbehörde mehr als 1.290 Tiere abgeschossen. Im betroffenen Gebiet selbst wird nicht gejagt, damit die Wildschweine nicht daraus verscheucht werden.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat seine Risikoeinschätzung kürzlich für die Einschleppung der Seuche nach Deutschland angepasst. Die Experten stufen das Risiko durch direkten Kontakt zwischen Wildschweinen nicht mehr als gering ein, sondern als mäßig. Als größte Gefahr für die Einschleppung gilt weiterhin der Mensch, der über nicht gegarte, kontaminierte Schweineprodukte den Erreger nach Westen tragen könne. Das Einschleppungsrisiko durch den Menschen wird weiter als hoch eingestuft.

Die Afrikanische Schweinepest verläuft für die infizierten Tiere in der Regel tödlich. Seit Beginn des Ausbruchs in Tschechien Ende Juni wurde das Virus bei 77 Tierkadavern festgestellt. Für den Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Bei einem Übergriff auf Hausschweine drohen allerdings erhebliche wirtschaftliche Schäden, da es keine
Impfung gibt.

Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. (Quelle: DJV) 

 

Aktuelle Karte vom 08.08.2017 über die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest

Karte Afrikanische Schweinepest

               

 

 

 

Vortragsveranstaltung der Jägerschaft Hannover-Land e.V.

"Bleifreie Büchsenmunition"

- Praxiserfahrungen und Empfehlungen aus Sicht eines Nachsuchenführers -

20.06.2017 Barsinghausen - DGS Stemmen

Das Verbot bleihaltiger Munition gilt seit April 2013 in den Staatsforsten und ab 1. April 2016 in allen Revieren in NRW. Ab dem 1. April 2014 verwenden auch die Niedersächsischen Landesforsten nur noch bleifreie Munition auf der Jagd. Mit der generellen Einführung und Pflicht in allen Revieren in Niedersachsen ist wohl in Kürze zu rechnen.

Die Jägerschaft Hannover Land konnte Herrn Guido Erben als Referenten für dieses Seminar gewinnen. Herr Erben ist Leiter der NRW Schweißhundestation Ahlen/Ascheberg und er jagd selbst seit 2011 bleifrei.

In dem zweistündigen Seminar, zu dem eine sehr große Zahl Jäger anwesend waren, erläuterte er seine Erfahrungen aus Sicht eines Nachsuchenführers und gab Empfehlungen zum Einsatz von bleifreier Munition.

Er machte deutlich, dass es anhand seiner über mehrere Jahre laufenden Studie mit mehr als 1000 Stück erlegtem Hochwild keine belegbaren Nachteile zur Bleimunition gebe. Die oftmals angeführten Gründe gegen die Einführung der bleifreien Munition konnten anhand seiner Studie nicht nachgewiesen werden.

Die Umstellung auf bleifreie Munition erfordere jedoch ein Umdenken. So ist es erforderlich, dass z.B. die Auswahl der Munition auf das zu erlegende Wild abgestimmt wird. Eine Generalmunition gebe es bei der bleifreien Munition nicht. Materialien, Ballistik und Wirkung sind anders und ein Einschießen auf die verschiedene Munition ist unablässig. Auch die Reinigung der Waffe bedarf eines Umdenkens.

Bei den Jägern kam das Seminar sehr gut an und es wurden im Nachgang noch viele Einzelfragen behandelt. Werner Burose, Vorsitzender der Jägerschaft Hannover Land, bedankte sich daher auf Herzlichste bei Herrn Erben.

vortrag 1.5        Referent: Guido Erben

vortrag 1.9

Schematische Darstellung über Treffersitz und Auswirkung am Beispiel eines Stück Schwarzwild

 

vortrag 2.0

 Erleuterung über die Wirkungsweise von bleifreien Deformations- und Teilzerlegungsgeschossen

vortrag 1.4

Volles Haus im DGS. Trotz der sehr sommerlichen Temperatur waren über 70 Jäger zur Veranstaltung angereist.

vortrag 1.8

Kaliber und Geschossempfehlung von Guido Erben zum Abschluss der Veranstaltung

Fazit:

Das war ein hochinteressanter, klasse Vortrag von Guido Erben zum Thema bleifreie Munition, so die einhellige Meinung der Teilnehmer am Ende der ca. zweistündigen Veranstaltung. Wer hier nicht dabei war, hat was verpasst.

Günter Monecke

 

 

Neue Verkaufsanzeigen eingestellt im:   "Jagd-Markt"

Link zu den Verkaufsanzeigen: http://www.jaegerschaft-hannover-land.de/jagd-markt


  

 

"Jäger sind unproblematische Waffenbesitzer" 

 Dr. Thomas de Maiziére - Bundesminster des Inneren

 

Jäger sind unproblematische Waffenbesitzer

 

Jagdunfälle

Die Daten stammen aus der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes (StBA). Diese wiederum beziehen die Angaben aus den amtlichen Todesbescheinigungen der Ärzte. Sobald ein Arzt den Tod in Folge einer Schusswaffeneinwirkung feststellt und auf dem Totenschein vermerkt, geht dieser Fall in die Statistik des StBA ein. Somit bieten diese Zahlen ein umfassendes Bild.

 

Dabei ist zu beachten, dass es hier um die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik geht. Jäger oder Jagdscheininhaber werden nicht gesondert ausgewiesen. Neben den rund 350.000 Jägern in Deutschland, welche potentiell legalen Zugriff auf Waffen haben, gibt es, je nach Quellen, weitere 1,1 Millionen – 1,5 Millionen legale Waffenbesitzer. Weiterhin ist zu beachten, dass es neben den rund 6,4 Millionen legalen Waffen in Deutschland ca. 20 Millionen – 40 Millionen illegale Schusswaffen gibt. Auch Todesfälle durch illegale Waffen werden in der Statistik des StBA ohne gesonderte Ausweisung mit aufgenommen. Für die Todesursache ist der rechtliche Status einer Waffe schließlich unerheblich.

 

Todesfälle durch Waffen sind Verschlüsselt durch Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität und Folgezustände äußerer Ursachen (Kennziffer: V01-Y98).

Eine Zusammenstellung:

zahlen fakten 04  Tabelle Übersicht Jagdunfälle (Quelle: DJV)

Anhand der Zahlen lässt sich feststellen, dass der Anteil an tödlichen Unfällen mit Schusswaffen in Bezug auf die Anzahl der Waffen in Jägerhand verschwindend gering ist!

Selbst wenn alle tödlichen Unfälle auf Jäger zurückgehen, sind nur 0,003% der Jäger an diesen Unfällen beteiligt. Dieser Anteil reduziert sich aufgrund der oben aufgezeigten Struktur der Waffenbesitzer weiter massiv.