Aktuelles     

 

 

 

 

Vortragsveranstaltung der Jägerschaft Hannover-Land e.V.

"Bleifreie Büchsenmunition"

- Praxiserfahrungen und Empfehlungen aus Sicht eines Nachsuchenführers -

20.06.2017 Barsinghausen - DGS Stemmen

Das Verbot bleihaltiger Munition gilt seit April 2013 in den Staatsforsten und ab 1. April 2016 in allen Revieren in NRW. Ab dem 1. April 2014 verwenden auch die Niedersächsischen Landesforsten nur noch bleifreie Munition auf der Jagd. Mit der generellen Einführung und Pflicht in allen Revieren in Niedersachsen ist wohl in Kürze zu rechnen.

Die Jägerschaft Hannover Land konnte Herrn Guido Erben als Referenten für dieses Seminar gewinnen. Herr Erben ist Leiter der NRW Schweißhundestation Ahlen/Ascheberg und er jagd selbst seit 2011 bleifrei.

In dem zweistündigen Seminar, zu dem eine sehr große Zahl Jäger anwesend waren, erläuterte er seine Erfahrungen aus Sicht eines Nachsuchenführers und gab Empfehlungen zum Einsatz von bleifreier Munition.

Er machte deutlich, dass es anhand seiner über mehrere Jahre laufenden Studie mit mehr als 1000 Stück erlegtem Hochwild keine belegbaren Nachteile zur Bleimunition gebe. Die oftmals angeführten Gründe gegen die Einführung der bleifreien Munition konnten anhand seiner Studie nicht nachgewiesen werden.

Die Umstellung auf bleifreie Munition erfordere jedoch ein Umdenken. So ist es erforderlich, dass z.B. die Auswahl der Munition auf das zu erlegende Wild abgestimmt wird. Eine Generalmunition gebe es bei der bleifreien Munition nicht. Materialien, Ballistik und Wirkung sind anders und ein Einschießen auf die verschiedene Munition ist unablässig. Auch die Reinigung der Waffe bedarf eines Umdenkens.

Bei den Jägern kam das Seminar sehr gut an und es wurden im Nachgang noch viele Einzelfragen behandelt. Werner Burose, Vorsitzender der Jägerschaft Hannover Land, bedankte sich daher auf Herzlichste bei Herrn Erben.

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Schematische Darstellung über Treffersitz und Auswirkung am Beispiel eines Stück Schwarzwild

 

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 Erleuterung über die Wirkungsweise von bleifreien Deformations- und Teilzerlegungsgeschossen

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Volles Haus im DGS. Trotz der sehr sommerlichen Temperatur waren über 70 Jäger zur Veranstaltung angereist.

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Kaliber und Geschossempfehlung von Guido Erben zum Abschluss der Veranstaltung

Fazit:

Das war ein hochinteressanter, klasse Vortrag von Guido Erben zum Thema bleifreie Munition, so die einhellige Meinung der Teilnehmer am Ende der ca. zweistündigen Veranstaltung. Wer hier nicht dabei war, hat was verpasst.

 

 

 

 

 

Einladung zum Kompaktseminar


 

Bleifreie Büchsenmunition – der Kugelschuss auf Schalenwild

Bleifreie Büchsenmunition… viele von uns Jägern haben bisher wenig oder kaum eigene Erfahrung mit den „Bleifreien“ sammeln können. Viel wurde allerdings in der Jagdpresse in Form von pro und contra dazu geschrieben. So richtig schlauer sind wir dabei aber nicht geworden. Eher verunsichert und skeptisch durch negative Schlagzeilen wie: Bleifrei – gibt mehr Nachsuchen, weniger Pirschzeichen, oft noch lebendes Wild trotz bester Treffer…!

Ein wenig Licht ins Dunkele wird uns dazu Schweißhundführer Guido Erben bringen. Die Erfahrung aus der Erlegung von über 1.000 Stück Hochwild mit bleifreier Munition. Dazu eine plakative Darstellung über die Wirkung von tödlichen und weniger tödlichen Treffern beim Schalenwild und die daraus oft folgenden Nachsuchen.

 

plakat bleifreier buechsenschuss 20.06.2017

 

Meinung + Empfehlung

Den hochinteressanten Vortrag von Guido Erben habe ich im letzten Jahr nach einer Drückjagd im Bundesforst Letzlinger Heide miterleben dürfen. Es war nicht der einzige Vortrag den ich zum Thema „Bleifreie Munition“ und „Nachsuche“ in meinem Jägerleben gehört habe. Allerdings nirgends wurde mir bisher besser erklärt und verständlich vermittelt, worauf es beim Jagen mit bleifreier Munition sowie dem Sitz der Kugel ankommt. Das ist nicht nur ein Vortrag und „Muss“ für Jungjäger und Junge Jäger, sondern dieser Vortrag passt für alle "Alten Hasen" und Altersgruppen unter uns Jägern.

Hier berichtet ein Profi von seinen Erfahrungen und Wissen. Und das in einem sehr ansprechenden, verständlichen und spannenden Vortragsstil. Da wird kein Fachchinesisch gesprochen und da schläft auch keiner bei ein. Einen Vortrag den man nicht versäumen sollte.

Günter Monecke

 

 

 

 

Neue Verkaufsanzeigen eingestellt im:   "Jagd-Markt"

Link zu den Verkaufsanzeigen: http://www.jaegerschaft-hannover-land.de/jagd-markt

 

 

 

 

nilgaense arte arte-Beitrag: Die Nilgänse kommen

Die Ausbreitung der Nilgänse und die damit verbundenen Folgen waren Thema einer ausführlichen Reportage bei arte: Einer der Schauplätze: Niedersachsen. Für die Landesjägerschaft war der Leiter unseres Jägerlehrhofs und Lockjagdexperte mit seinem Team im Einsatz: Ein sehr gelungener Bericht!

Zum Beitrag in der arte-Mediathek 

 

 

Hegering Barsinghausen

Info-Mobil Einsatz bei der Kindertagesstätte in Barsinghausen-Egestorf

Zum Abschluss ihrer "Waldwochen" baten uns die Kindertagesstätte Egestorf zu ihrem Waldfest zukommen und der Astrid-Lindgren-Kindergarten, Kirchdorf die dortigen Kinder mit dem Infomobil im Kindergarten zu überraschen.

Bei beiden Aktionen wurde die heimische Tierwelt den begeisterten Kindern durch Werner Burose, Dieter Stephan und Joachim Bielefeld vorgestellt. Auch die bereitgelegten Malbücher fanden reißenden Absatz.   

Joachim Bielefeld

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Eingeschleppte Arten breiten sich weiter aus

DJV legt Monitoring-Daten für Waschbär, Marderhund und Mink vor. Innerhalb von neun Jahren hat der Waschbär sein Vorkommen im Kerngebiet um 32 Prozentpunkte gesteigert. Auch Marderhund und Mink breiten sich weiter aus, allerdings weniger ausgeprägt. Artenschutz: DJV fordert Erleichterungen für die Jagd auf die nachtaktiven Fleischfresser.

(Berlin, 19. April 2017) Seit dem Jahr 2006 überwachen Jäger systematisch die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund und Mink in Deutschland. Wissenschaftler haben jetzt Datenreihen aus über 24.000 Revieren bis zum Jahr 2015 für das Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD) ausgewertet. Das deutschlandweit umfangreichste Monitoring umfasst 13 Millionen Hektar - das entspricht etwa 40 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Fläche. Die wichtigsten Ergebnisse hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht.

Waschbär bricht alle Rekorde

Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Waschbären, einem nordamerikanischen Kleinbären: Er hat sich bundesweit ausgebreitet und kommt inzwischen in 43 Prozent der Reviere vor. Das sind 19 Prozentpunkte mehr als bei der ersten Erfassung im Jahr 2006. Die historisch bedingten Hochburgen Brandenburg und Hessen sind zwischenzeitlich Teil eines größeren Kerngebiets (Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern). Dort haben Jäger den Waschbär 2015 in 74 Prozent der Reviere nachgewiesen. Im Jahr 2006 haben nur 42 Prozent ein Vorkommen gemeldet.

Besonders weit verbreitet ist der Kleinbär in Sachsen-Anhalt (91 Prozent der Reviere), in Brandenburg (88 Prozent) und in Hessen (78 Prozent). Der größte Zuwachs von 2006 bis 2015 ist in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen (plus 47 Prozentpunkte). Selbst in Baden-Württemberg (plus 14 Prozentpunkte seit 2006) und Nordrhein-Westfalen (plus 18 Prozentpunkte) ist der Waschbär auf dem Vormarsch. Die Ausbreitung macht sich auch in der Jagdstatistik bemerkbar. Bundesweit haben Jäger in der Jagdsaison 1995/96  rund 3300 Tiere erlegt. In der vergangenen Jagdsaison (2015/16) waren es 128 100, eine Rekordzahl.

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Marderhund auf konstant hohem Niveau

Den aus China stammenden Marderhund haben Jäger 2015 deutschlandweit in über einem Viertel aller teilnehmenden Reviere bestätigt - eine Steigerung um 6 Prozentpunkte gegenüber 2006. Sein Vorkommen konzentriert sich hauptsächlich auf ein Kerngebiet, das Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt umfasst. Dort kommt der Marderhund in 80 Prozent der Reviere vor, das sind 16 Prozentpunkte mehr als neun Jahre zuvor.

Am häufigsten haben Jäger den Marderhund in Mecklenburg-Vorpommern (92 Prozent der Reviere) angetroffen, gefolgt von Brandenburg (84 Prozent). In Sachsen-Anhalt hat sich der Marderhund zwar nur in 64 Prozent der Reviere gezeigt, der Zuwachs war mit 29 Prozentpunkten allerdings am größten.

DJV marderhund verbreitung 4 2017

Gewässerspezialist Mink breitet sich langsam aus

Der Mink oder amerikanische Nerz ist als Fleischfresser an den Lebensraum Wasser gebunden. Dementsprechend ist seine flächenmäßige Ausbreitung in Deutschland begrenzt: Jäger haben ihn 2015 in 7 Prozent der Jagdbezirke nachgewiesen, das entspricht einer Steigerung von 2 Prozentpunkten gegenüber 2006.

Aus Nerzfarmen entlaufene oder von Tierschützern "befreite" Tiere haben sich unter anderem entlang der Elbe ausgebreitet und fressen bedrohte Krebse, Amphibien und Vögel. Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich von Sachsen-Anhalt über Brandenburg bis Mecklenburg-Vorpommern. Dort kommt er in 24 Prozent der Reviere vor, das sind 10 Prozentpunkte mehr als 2006.

DJV mink verbreitung 4 2017

Jäger fordern Unterstützung bei der Bejagung

Jegliche Einschränkung, die eine effektive Bejagung von gebietsfremden Arten erschwert, ist laut DJV kontraproduktiv für den Artenschutz. Dies gilt insbesondere für den Waschbären, den die Europäische Union (EU) kürzlich in die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten aufgenommen hat. Primäres Ziel: die Eindämmung. „Wenn wir die heimische Artenvielfalt erhalten wollen, gibt es nur zwei Stellschrauben: Lebensräume erhalten und verbessern sowie Fressfeinde reduzieren“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jürgen Ellenberger. Angesichts der rasanten Ausbreitung räuberisch lebender, gebietsfremder Arten und dem fortschreitenden Lebensraumverlust etwa für Arten der Offenlandschaft und Feldflur fordert der DJV eine flächendeckende Bejagung. Dies schließt insbesondere Naturschutzgebiete, befriedete Bezirke nach §6a BJagdG sowie urbane Räume ein.

Eine drastische Einschränkung der Jagdzeit für den Waschbären - wie derzeit in Hessen praktiziert - lehnen Jäger ab, sprechen sich jedoch gegen einen Vernichtungsfeldzug aus: Der Elterntierschutz gilt auch für invasive Arten. Waschbärmütter, die Junge versorgen müssen, dürfen demnach nicht bejagt werden. Ebenso unsinnig für den Artenschutz ist ein Verbot der Fallenjagd wie in Berlin oder deren Einschränkung. Denn Waschbär, Marderhund und Mink sind nachtaktiv und können mit tierschutzgerechten Fanggeräten effektiv bejagt werden.

Im Falle des Waschbären geht Dr. Ellenberger noch einen Schritt weiter: "Öffentliche Aufträge bedürfen öffentlicher Mittel, wir fordern eine finanzielle Unterstützung der Jäger.“  Dies könnten Zuschüsse für Fallen und elektronische Fallenmelder oder Fahrtgeld sein. Denn Fangjagd sei zwar eine äußerst effektive Jagdart, aber eben auch sehr kosten- und zeitaufwändig.

 Quelle: DJV 19.04.2017

 

 

Wildschweine in der Stadt 

NDR Fernsehen "Hallo Niedersachsen" vom 21.01.2017

Hannovers Stadtjäger Heinz Pyka berichtet von Wildschweinen am Maschsee und in der Region Hannover. 

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 Zum Beitrag - Wildschweine in der Stadt 

 

  

 

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich immer schneller aus!

   Quelle: DJV

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Wie schnell sich die Afrikanische Schweinepest in den Ländern Estland, Lettland, Litauen und Polen innerhalb von nur 8 Monaten ausbreitet hat, verdeutlichen die beiden Karten mit den dokumentierten Fällen.

 

(Berlin, 26. August 2016) Das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) breitet sich weiter Richtung Deutschland aus: Vor wenigen Tagen veröffentlichte das nationale Referenzlabor für Tierseuchen, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), aktuelles Kartenmaterial, das für die erste Augusthälfte allein sechs neue Fälle bei Hausschweinen in Polen zeigt. Ein Fall liegt bereits 50 Kilometer weiter westlich als alle bisherigen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) sieht darin weiterhin ein hohes Einschleppungsrisiko der unheilbaren Krankheit, die Haus- und Wildschweine befällt. Leider steht gegen die verheerende Tierseuche kein Impfstoff zur Verfügung. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zu Vorbeugung und Bekämpfung eingesetzt werden. 

Notwendige Hygienemaßnahmen beachten

Das ASP-Virus ist außerordentlich widerstandsfähig, ein unachtsam entsorgtes Wurstbrot kann ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Frisches, sogar gefrorenes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren können über lange Zeit infektiös sein. Deshalb sollten Urlauber, Fernfahrer und andere Reisende aus dem Baltikum, Russland, Weißrussland oder der Ukraine Essensreste mit Haus- oder Wildschweinfleisch nur in fest verschlossenen Müllbehältern entsorgen. Auch Jagdtrophäen vom Wildschwein aus den betroffenen Regionen können ein Einschleppungsrisiko darstellen. Besondere Hygiene ist notwendig bei Gegenständen, die Kontakt zu Wildschweinblut hatten. Hierzu gehören unter anderem Stiefel, Lappen, Wildwannen, Messer und Kleidungsstücke. Schweinehalter sollten die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie die Bestimmungen der Schweinehaltungs-Hygieneverordnung beachten. Hierzu gehören laut Bundeslandwirtschaftsministerium der Zukauf von Schweinen aus Beständen mit einem gesicherten Tiergesundheitsstatus, die Abschottung des Bestandes und der Futterlager (Fahrsilos auf dem Feld) gegenüber Wildschweinen sowie die konsequente Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen unmittelbar nach jedem Transport.

Erleichterungen für die Wildschweinjagd gefordert

Wegen des milden Winters 2015/16 und der bevorstehenden üppigen Eichen- und Buchenmast rechnet der DJV mit überdurchschnittlich hohen Zuwachsraten bei Wildschweinen. Der DJV appelliert an Landwirte, Termine für die anstehende Maisernte mit den Jägern vor Ort rechtzeitig abzustimmen, damit die Erntejagd erfolgreich verläuft und Wildschweinbestände  ebenso wie das Infektionsrisiko effektiv reduziert werden können. Vor der Ernte eingebrachte Schneisen bieten zudem eine kurzfristige Bejagungsmöglichkeit. Mit dem Mais eingesäte Schneisen aus Wintergetreide oder Wildkräutern sind effektiver und über mehrere Monate nutzbar. Für die anstehende Hauptjagdsaison ab Oktober fordert der DJV die Kommunen bundesweit auf, dem Potsdamer Beispiel zu folgen und auf Gebühren für Trichinenproben von Frischlingen zu verzichten, um Anreize für deren Bejagung zu schaffen. Frischlingsbachen tragen mit knapp 50 Prozent zum Nachwuchs in der Rotte bei. Derzeit können Wildschweine aufgrund der günstigen Nahrungs- und Klimabedingungen ihren Bestand jährlich vervierfachen. Zudem fordert der DJV die Aussetzung einer generellen Jagdruhe in Schutzgebieten um bundesweit eine großflächige Wildschweinbejagung zu ermöglichen. Darüber hinaus könnten Kommunen Jagdpächter bei der Warnbeschilderung entlang von Straßen für die anstehenden Bewegungsjagden unterstützen. 

Jäger sollen Auffälligkeiten umgehend melden

Jäger sollten in der anstehen Hauptjagdsaison verstärkt auf verhaltensauffällige Wildschweine oder vermehrte Totfunde achten und umgehend dem zuständigen Veterinäramt melden. Laut FLI führt die ASP-Infektion bei europäischem Schwarzwild zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen etwa innerhalb einer Woche zum Tod des Tieres. Beim Aufbrechen sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt.

Informationen des LAVES (Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) zur ASP

Merkblatt für Jäger

 

  

 

"Jäger sind unproblematische Waffenbesitzer" 

 Dr. Thomas de Maiziére - Bundesminster des Inneren

 

Jäger sind unproblematische Waffenbesitzer

 

Jagdunfälle

Die Daten stammen aus der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes (StBA). Diese wiederum beziehen die Angaben aus den amtlichen Todesbescheinigungen der Ärzte. Sobald ein Arzt den Tod in Folge einer Schusswaffeneinwirkung feststellt und auf dem Totenschein vermerkt, geht dieser Fall in die Statistik des StBA ein. Somit bieten diese Zahlen ein umfassendes Bild.

 

Dabei ist zu beachten, dass es hier um die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik geht. Jäger oder Jagdscheininhaber werden nicht gesondert ausgewiesen. Neben den rund 350.000 Jägern in Deutschland, welche potentiell legalen Zugriff auf Waffen haben, gibt es, je nach Quellen, weitere 1,1 Millionen – 1,5 Millionen legale Waffenbesitzer. Weiterhin ist zu beachten, dass es neben den rund 6,4 Millionen legalen Waffen in Deutschland ca. 20 Millionen – 40 Millionen illegale Schusswaffen gibt. Auch Todesfälle durch illegale Waffen werden in der Statistik des StBA ohne gesonderte Ausweisung mit aufgenommen. Für die Todesursache ist der rechtliche Status einer Waffe schließlich unerheblich.

 

Todesfälle durch Waffen sind Verschlüsselt durch Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität und Folgezustände äußerer Ursachen (Kennziffer: V01-Y98).

Eine Zusammenstellung:

zahlen fakten 04  Tabelle Übersicht Jagdunfälle (Quelle: DJV)

Anhand der Zahlen lässt sich feststellen, dass der Anteil an tödlichen Unfällen mit Schusswaffen in Bezug auf die Anzahl der Waffen in Jägerhand verschwindend gering ist!

Selbst wenn alle tödlichen Unfälle auf Jäger zurückgehen, sind nur 0,003% der Jäger an diesen Unfällen beteiligt. Dieser Anteil reduziert sich aufgrund der oben aufgezeigten Struktur der Waffenbesitzer weiter massiv.

 

zahlen fakten 01 

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  • Im Herbst ist die „Brunftzeit“ beim Rot- und Damwild. Später im Jahr ist die „Rauschzeit“ beim Schwarzwild. Die Tiere sind auf “Brautschau”, ihre Reaktionen sind dann spontaner und deshalb für die Kraftfahrer noch gefährlicher.